Schutzvertrag und Schutzgebühr

Häufig stellen sich die Menschen die Frage: „Wieso muss man einen Tierschutzhund oder eine Tierschutzkatze bezahlen?“

 

Dafür gibt es mehrere Gründe, die Ihnen hier genannt werden, aber zuerst möchten wir erklären, dass es nicht der Preis für das adoptierte Tier ist, es ist eine Auslagegebühr. Diese Kosten dienen einmal dem Tier zum Schutz (Mentalität: Nur wenn man etwas bezahlt, hat es einen Wert) und gleichzeitig dient es dazu die anfallenden Kosten, vor allem der Tierheime vor Ort zu decken.

 

Wir erheben eine Schutzgebühr für einen ausgewachsenen, geimpften, gechippten, entwurmten, auf Mittelmeerkrankheiten getesteten und kastrierten Hund. Die Tiere im Tierheim wollen fressen, müssen leider bei Einlieferung häufig medizinisch versorgt werden. All das ist kaum zu bezahlen, daher sind die Tierheime auf Spender und Unterstützer angewiesen.

 

Unsere Schutzgebühr beträgt für diese Tiere 320 Euro, davon fließt ein großer Teil zum Ursprungstierheim und deckt überwiegend den Anteil des Transportes.

 

Häufig vermitteln wir Notfellchen, hier reicht es gerade, dem Tierheim etwas zu geben und den Transport zu finanzieren. Für Notfellchen fällt i.d.R. eine Schutzgebühr von 270 Euro an bzw. nach Absprache.

 

Man muss kein Rechenkünstler sein, um festzustellen, dass Tierschutz kein Plusgeschäft ist.

 

Hier einmal die Übersicht unserer Auslagegebühr für die Hunde:

 

320 EUR für einen erwachsenen Hund, geimpft, gechippt, entwurmt, kastriert, auf MMK getestet, mit großem Blutbild und mit EU-Heimtierausweis

 

270 EUR für Hunde ab 8 Jahre bzw. Notfälle

 

Wenn man bedenkt, dass der Transport eines Hundes durchaus zwischen 110 Euro und 150 Euro kostet, kann man sehen, dass eine Auslagegebühr noch höher liegen müsste. Aber dann adoptiert niemand mehr einen Tierschutzhund.

 

Die Gebühren für Kastrationen, Impfung, Chippen, Entwurmen, Mittelmeerchecks und Kauf des EU-Heimtierausweises sind mittlerweile nicht mehr niedrig. Vor allem dann nicht, wenn das Tierheim nicht über einen eigenen Tierarzt verfügt. So wie in unserem Partnertierheim Lleida, die immer in die Tierklinik gehen müssen mit ihren Patienten bzw. "Ausreisekandidaten". Hier einmal ein Überblick über die Kosten für einen Hund, der nach Deutschland kommt:

 

Kastrationskosten Hündin: EUR 130,00

Kastrationskosten Rüde: EUR 75,00

EU-Ausweis: ab 1/2015: EUR 25,00

Chip setzen: EUR 6,00

Tollwutimpfung: EUR 9,00

Bluttest Mittelmeerkrankheiten: EUR 67,00

(Differential-) Blutbild: EUR 50,00

 

 

Wenn man all diese Punkte betrachtet, wird deutlich, dass Sie nicht das Tier bezahlen!