Die Leiden der jungen Penny

Penny beschäftigte uns die letzten zwei Wochen ganz intensiv. Wir hatten ja ein Video von ihr, wie sie – quasi als Symbol für die anderen ebenfalls 18 geretteten Hunde – aus der Canera geholt wurde am 8. März 2016. Sie war noch sehr dünn, sie bekam einen Zwinger für sich alleine, damit sie ihr Futter auch auf alle Fälle alleine frisst und nichts „abgeben“ muss. Es besserte sich aber nicht besonders.

 

Es wurde noch einmal ein Blutbild gemacht, was keine Auffälligkeiten zeigte. Am 20. März kam sie dann in das Veterinärhospital, um alles noch genauer checken zu können, und die Suche nach der Ursache begann. Leber und Niere – alles bestens…. Inzwischen konnte sie nicht mehr richtig aufstehen, sie brach mit den Hinterbeinen immer ein. Es wurden Röntgenbilder angefertigt – nichts zu finden.

 

Mittlerweile hatten wir bereits eine liebenswerte Interessentin, die sich auch sehr sorgte und sofort Geld für besonders wertvolles Futter spendete, damit Penny bald wieder auf die Beine kommt. Der Zustand wurde aber nicht besser. Es wurde richtig kritisch, und viele Tränen wurden vergossen, weil wir ja nicht wussten, was los ist mit der kleinen Penny.

 

So beschloss der Verein, die Kosten für eine Magnetresonanztomographie zu übernehmen, um der Sache weiter auf den Grund gehen zu können, was ihren etwas torkelnden unsicheren Gang – wenn sie überhaupt mal aufstehen konnte – verursachte.

Viele Telefonate mit der Interessentin wurden geführt, ein absolut positiver Vorbesuch fand inzwischen auch statt, Penny sollte im Mai zu ihr in ein wunderschönes Zuhause kommen.

 

Ostern stand vor der Tür, Feiertage, alles dicht, so wurde beschlossen, dass Penny über diese Feiertage nicht mehr in der Veterinärklinik sein sollte, sondern einer der Volunteers des Tierheims nahm sie zu sich nach Hause. Die Familie kümmerte sich rührend um sie, und Penny wedelte auch glücklich, die Beweglichkeit der Rute war nicht eingeschränkt.

 

Am Dienstag, 29.3., fuhr dann ein anderer Volunteer mit Penny nach Barcelona, weil kein MRT möglich ist in Lleida und Umgebung, keine Tierklinik hat dort diese Apparate. Den Befund haben wir einen Tag später bekommen, es wurden der Kopf und die HWS bildgebend dargestellt, auch ohne Ergebnis.

 

So wissen wir nicht mehr wie vorher, und können nur hoffen, dass die kleine Maus sich bald erholt.

 

Dann kam die Meldung, dass Penny von ihrer "Oster-Pflegefamilie" adoptiert werden würde, wenn unsere „Kandidatin“ sie nicht unbedingt selbst möchte. Wieder gab es viele Gespräche, und übereinstimmend stellten alle Beteiligten dann fest, dass es für Penny am besten wäre, in Lleida zu bleiben, um ihr den Transport usw. zu ersparen. Und dort hat sie es ja auch sehr schön. Sie hat auch schon knapp 2 kg zugenommen.

 

Und unsere tolle Interessentin hat sich nun für Berta – die Spanielhündin mit dem fehlenden einen Auge – entschieden, wofür wir ihr an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich danken.

Hier das aktuellste Video mit ihrer Familie, sie lernt gerade wieder zu gehen, was sicher noch viel Arbeit und (Muskel-)Training erfordern wird. Danke an diese liebe Familie und alles alles Gute für die kleine Penny!!!