Unser Partnertierheim Lleida - Teamarbeit wird groß geschrieben!

Vorab: Diese Reise war privat geplant und wurde auch privat bezahlt.

 

Am Freitag, den 13.! März 2015 trafen Daggi aus Wien und ich aus Hamburg anfliegend uns auf dem Flughafen Barcelona, dann ab ins Hotel, und am nächsten Tag mit der Bahn 170 km gen Westen nach Lleida.

 

Mayka und Olga nahmen uns herzlich wie immer in Empfang. Bevor wir ins Tierheim fuhren, besichtigten wir noch ein Gelände, das eventuell für unsere Lleidaner von großem Interesse sein könnte. Es ist aber noch nicht spruchreif derzeit, zum gegebenen Zeitpunkt werden wir berichten.

 

Das Tierheim liegt ja mitten auf dem Acker, wir zogen uns schnell um und los ging es. Wir trafen einige Volunteers, die vor Ort eine Riesenarbeit leisten. Alle derzeit ungefähr 150 Hunde müssen täglich mit Futter versorgt werden, es muss geputzt und aufgeräumt werden und genau beobachtet werden, was mit den Hunden so los ist. Die Vierbeiner dürfen ja größtenteils während der Anwesenheit der Tierheimmitarbeiter sich frei bewegen in voneinander getrennten Auslaufflächen. Und sie „begleiten“ gerne ihre Menschen bei deren Arbeit. Die Bilder dazu sprechen Bände.

 

Interessant ist, dass eine extra große Auslauffläche für die Hunde vorhanden ist, die aber nur benutzt wird, wenn auch ein Mensch sich dort „ausläuft“, die Hunde streichelt, sich mit ihnen beschäftigt. Kaum drehst Du den Vierbeinern den Rücken zu, weil die nächste Arbeit an anderer Stelle wartet, folgen sie alle. Das zeigt doch, dass sie sehr menschenbezogen sind und jeden Kontakt genießen.

 

Aggressivität war wieder keine zu spüren, genau wie bei meinem letzten Besuch im Oktober 2013. Man kann nur das Gespür der Volunteers bewundern, dass sie die richtigen Hunde vergesellschaften, jeder Neuzugang muss diesbezüglich ja eingeschätzt werden, zu welchem Rudel er am besten passen könnte, eine sehr verantwortungsvolle und schwierige Aufgabe.

 

Die Hunde spielen teils miteinander, rennen herum, liegen gemütlich in der Sonne, lassen sich streicheln, andere sind aktiv und springen einen an, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Alles nach ihrem Temperament und Charakter. Wir schauten einige „unserer“ (also die wir in der Vermittlung haben) Hunde genauer an. Fotos machen war nicht grad das Einfachste, weil alle durcheinander wuselten und kaum wollte man den einen knipsen, war er schon wieder weg… - Auch hier ein großes Kompliment an Olga und die anderen Fotografen und Videodreher, dass sie doch sehr gute (teils bewegte) und aussagekräftige Bilder liefern.

 

Die Weihnachtsaktion mit den Hundehütten wurde sehr geschätzt, wie man sich denken kann, gibt es noch einen Riesenbedarf an diesen Hütten für die vielen vielen Hunde. Vieles ist ja provisorisch und unfertig, da es eben an Geld mangelt, all dies zu stemmen. Wellblechdächer ersetzten dank der Spenden Tücher, Drahtgestelle, die vorher als Dach dienten und bei dem schweren Schnee im Januar der Last nachgaben. Fotos siehe auf unserer Website unter Aktuell.

 

Bevor die Volunteers das Tierheim wieder verlassen, so gegen 14.30 h, sind alle Hunde wieder in ihren Zwingern, und wir halfen dann noch ein wenig mit, indem wir ausrangiertes Weißbrot (Baguettestangen) an die Vierbeiner verfütterten.

 

Nachdem wir uns wieder der Schutzkleidung entledigt hatten, fuhren wir zu Mayka, in deren Haus ein Barbecue mit einheimischen Spezialitäten stattfand und wir total herzlich begrüßt und aufgenommen wurden. Vielen Dank dafür, dass wir an einem Familienfest teilnehmen durften. Während des Essens konnten Olga und ich aber auch einige wichtige Dinge für die Zukunft besprechen.

 

Um 18.00 Uhr fuhren Daggi und ich dann wieder nach Barcelona mit dem Zug. Nach kurzer „Wiederherstellungspause“ trafen wir noch Ulla und Dani und gingen in ein typisches spanisches Lokal, um ein paar Tapas zu essen. Ulla wohnt seit vielen Jahren in Barcelona, arbeitet dort auch viel im Tierschutz mit und wir kennen uns seit 2008, als wir Krümel per Flieger damals aus einem Tierheim in der Nähe von Barcelona übernahmen. Auch hier ein dickes Danke für einen gelungenen fröhlichen Abend!

 

Sonntags ging es wieder per Flieger nach Wien bzw. Hamburg.

Es war ein wunderbares tolles ereignisreiches intensives Wochenende, das uns beide nachhaltig beeindruckte – und uns weiter bestärkt in unserer so harmonischen und effektiven Zusammenarbeit mit

 

„Protectora Amics dels Animals del Segria“ – muchas gracias!!!!

 

Und hier noch Daggis höchstpersönliche Eindrücke:

 

Mein Herz machte Freudensprünge, als die Hundemannschaft wedelnd auf uns zukam. Der Augenblick ist fast unbeschreiblich .

 

Die vielen unterschiedlichen Hunde schmiegten und drängelten sich heran. Fast alle wollten berührt und gestreichelt werden. Einer liebenswürdiger als der andere. Charmant, verschmust. Überhaupt keinerlei Aggressionen, einfach nur lieb.

 

So mancher Blick traf mich mitten in mein doch so verwundbares Herz und die vielen tiefgründigen Augenpaare berührten meine Seele auf eine Art und Weise, welche ich nie mehr in meinem ganzen Leben vergessen werde.

 

Während wir umgeben von den Hunden in die verschiedenen Bereiche mit 3 Auslaufflächen gingen, erledigten die Volonteers so nebenbei und selbstverständlich ihre Arbeit. Einer netter als der andere. Ein super tolles Team, welches höchsten Respekt verdient.

 

Man bedenke, die meisten Leute helfen auf freiwilliger Basis mit. Auf all meine zahlreichen Fragen habe ich eine Antwort erhalten. Neben Hundekot wegräumen und anderen anfallenden Arbeiten werden die Hunde liebevoll von ihnen gekrault und getätschelt. Obwohl die Hunde genügend Auslauffläche haben, verweilen sie am liebsten bei den Menschen.

 

Ich habe mich so wohl und glücklich gefühlt bei unserem Besuch im Tierheim. In den einen oder anderen Hund habe ich mich schwer verliebt , es gibt einige Favoriten....

 

 

Und hier nun zur Bildergalerie dieses Tages....