und hier geht es los...

 

Aber der Reihe nach: Freitagabend landeten wir in Barcelona, am Samstagfrüh ging es mit dem High Speed Train nach Lleida (170 km einfache Fahrt). Olga und Mayka holten uns mit dem Auto ab und flott ging es zum Tierheim, das mitten auf einem Acker liegt. Wetter war sehr gut, wir zogen unsere vorher aus Bundeswehrbeständen erworbenen Overalls an und liefen hinter Olga und Mayka hinterher…. Da an diesem Tag spanischer Nationalfeiertag war, war einiges los, potenzielle Adoptanten und Gassigänger standen am Zaun, drinnen bellten die Hunde….


Wir quetschten uns dann durch einen Zaun durch, immer drauf achtend, dass keiner von den Insassen entweichen konnte, und wurden von den Hunden stürmisch, wedelnd, anspringend, abwartend – je nach Temperament begrüßt… es war umwerfend (nicht im wahrsten Sinn des Wortes, wir waren gewarnt vorher). Einige andere Volunteers gingen schon ihrer Arbeit nach, Saubermachen hieß es, mit einem Gartenschlauch wurden Kot und andere Dinge beseitigt. Während mein Mann sich den Hunden widmete und zum Dauerstreichler mutierte, besichtigte ich mit Olga den Raum, wo die Spenden untergebracht werden sowie den Aufenthaltsort für Medikamente, Hundepässe usw.


Sie haben drei verschiedene Auslaufflächen für die Hunde, die dort alle je nach Lust und Laune herumtoben, miteinander spielen oder eben sich an die vorhandenen Menschen wenden, um Streicheleinheiten zu bekommen. Dies erledigten die Volunteers immer liebevoll neben ihrer vielen Arbeit. Unglaublich, was jedes Mitglied dieses Spitzenteams für ein großes Herz für die Tiere hat und die Hunde lieben sie dafür. Ebenso erstaunlich wie bewundernswert war es für mich, dass das alles friedlich ablief, die Hunde zeigten keine Aggressionen, wuselten durch das Gelände….hier ein konkretes Beispiel: ein Neuzugang musste gerade trainiert werden, was ja eine sehr schwere und verantwortungsvolle Aufgabe ist, erst einmal abzuwägen, in welches Rudel könnte der Hund am besten passen, wie benimmt er sich mit den anderen Hunden, wie das bestehende Rudel mit ihm… einfach nur Hut ab, was da geleistet wird. Was für eine in der Praxis erworbene Sachkenntnis da einfließt, Ibrahim wirkte dabei wie der Rattenfänger von Hameln, alle Hunde im Schwarm bei ihm…. er verströmte positive und ruhige Energie, kümmerte sich um den Neuzugang und korrigierte je nach Bedarf dessen Verhalten. Der neue Hund war natürlich aufgeregt und musste alles erst kennenlernen – es war eine Freude, das alles zu beobachten, wie friedlich und liebevoll das in diesem Tierheim ablief.


Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es soll nur meinen Respekt und meine Hochachtung ausdrücken, was dieses Superteam vor Ort leistet. Vor Ort heißt, mitten auf dem Acker mit selbst zusammengebastelten Zäunen, Zwingern, Steinmauern, die Fotos sagen alles….ob Sommer oder Winter, die Mitarbeiter kümmern sich um die Hunde trotz dieser teils extremen Bedingungen. Die Zahl der aufgenommenen Tiere bewegt sich zwischen 170 und 180.

 

Hier ein paar Bilder der Volunteers…. Die wir noch nicht so kannten, aber wir wurden überall so was von herzlich und fröhlich begrüßt, man war irgendwie gleich Mitglied in diesem Team…


Aber auch in Spanien wird adoptiert. Es herrscht also auch eine Fluktuation, es sind nicht immer dieselben Hunde, natürlich gibt es Langzeitinsassen, das kann man ja auch auf unserer Website unter „Unsere Hunde“ sehen.

 

Ich stelle hier eine Bildergalerie der Bauten ein, und die Bilder sagen mehr als langweilige Beschreibungen.

> 2