Heike und Familie auf Kurzbesuch im Tierheim in Lleida!

Mit Babs und Esther vorher abgesprochen, ging es Ende Juli 2016 mit 100 kg Futter im Kofferraum von unserem Urlaubsort (nahe Barcelona 80 km) nach Lleida. Unsere Kinder Max und Michel hatten ihr Taschengeld für einen Sack Futter eingesetzt und waren so ungeduldig, es endlich überreichen zu können. Sie wollten es auch unbedingt selber tragen (siehe Foto).

 

Vor den Toren wurden wir schon von einem Hunde-Geschwisterpaar (siehe Foto) kurz begrüßt. Sie lagen im Schatten und entspannten - "Siesta" was soll man auch sonst bei der Hitze tun. Schon um 10 Uhr waren es über 30 Grad.

Nachdem wir uns Esther zu erkennen gaben, konnten wir noch die Adoption von Salma mit verfolgen. Salma und die neue Familie wurde von Esther zum Abschied fotografiert. Es war alles so familiär. Liebevoll hat Esther Küsschen an Salma zum Abschied verteilt. Dieser liebevollen Umgang miteinander wurde auch von den Hunden übertragen. Auch Braulio, ein weißer kurzbeiniger Mischling (sah aus wie ein kurzbeiniger Retriever) lief immer mal zu uns, um uns zu beschnuppern und sich von den Kindern streicheln zu lassen. Er wurde auch an dem Tag adoptiert und wartete auf seine neue Familie. Auch ein goldiger kleiner Kerl.

 

Nachdem wir unsere Hunde gut versorgt im ersten Teil der Absperrung zurück ließen mit einer gut gefüllten Wasserschale und einem schattigen Plätzchen, ging es dann ins Gehege. Die Hunde waren ganz aufgeregt und sprangen an uns hoch. Guter Tip von Babs "tragt lange Hosen". Alle wollten uns begrüßen und jeder wollte seine Streicheleinheiten und nicht nur einmal.

 

Esther zeigte uns alles und erklärte den täglichen Ablauf mit den Hunden. Wir alle waren so mit dem Streicheln der Hunde beschäftigt, während Esther versuchte uns alles zu zeigen. Unglaublich auch, dass Esther und ihr Team alle Hunde beim Namen kannten. Wir durchliefen dann noch eine Reihe weiterer Gehege, in denen dann u.a. die etwas kleineren Hunde waren. Dort gab es eine kleine "Hundeplantschoase", eine halbe Kinderpoolmuschel, in der die kleineren Hunde komplett verschwanden, die größeren standen nur mit den Pfoten drin. Badespass für alle!

 

Im hinteren Teil des Geheges gab es einen größeren Platz. Dort wurde uns der Architekt der Sandlöcher vorgestellt. Ein ganz unscheinbarer schwarzer kurzbeiniger Mischling grub größere Löcher in den Boden. Die sahen aus wie Kaninchenlöcher .. Die anderen Hunde fühlten sich teilweise animiert mitzuscharren oder den Bau zu begutachten. Ein tolles Bild. Staubige Schnauzen kamen aus den Löchern hervor. Unsere Kinder hatten sich auf ein Mäuerchen gesetzt und schon hatten beide mindestens einen auf dem Schoß. Es waren die kleineren Hunde, die die besten Plätze ergatterten. Immer wieder versuchten die anderen Hunde auch die Aufmerksamkeit zu bekommen. Nach knapp 2 Stunden, unzähligen Streicheleinheiten und ganz vielen tollen Bekanntschaften fiel es uns wirklich schwer, Esther, das Team und die Hunde zu verabschieden.

 

Es ist nicht einfach, das alles erlebt und gesehen zu haben und nicht mindestens mit einem Hund wegzufahren. Jeder von uns hatte seinen ganz besonderen Hund "kennengelernt ". Mein persönlicher Favorit war ein wunderschöner schwarz weißer Mischling mit hellen Augen. Er war auf dem linken Auge fast blind und sehr anhänglich. Für ihn werden wir (Familie hat einstimmig entschieden) die Patenschaft übernehmen.

(Es handelt sich um Tintin, der aufgrund von Heike nun auch in der Vermittlung ist).

 

Auch wenn sich das Team in Lleida ganz wunderbar und liebevoll um jeden einzelnen "Insassen" kümmert, wünscht man sich doch für jeden dieser tollen Hunde die Chance auf eine eigene Familie. Sie haben es verdient.

 

Für uns ist eines ganz klar, wir würden uns immer wieder für EUCH entscheiden.