Teemu - Happy happy und noch lange kein Ende!

Liebe Freunde, es ist an der Zeit, euch zu erzählen, was wirklich passiert, wenn das große Auto kommt.

 

Aber ganz von vorne…: es war ungefähr Anfang September (das ließ ich mir sagen, denn von Zeit hab ich keine Ahnung) da fühlte ich etwas, eine kurze Verbindung und die fühlte ich von da an jeden Tag mindestens einmal. Ich wartete und wartete. Ende November war ich sicher, dass da was im Busch war, auf einmal musste ich weg von meinen Freunden und rein zu den Katzen, ein sehr uninteressanter Ausflug, was soll ich denn hier? Zur etwa gleichen Zeit wurde ich von einem Menschen gepiekst und von vorne bis hinten begrabscht, bäh, ich wollte nur eins: zurück zu meinen Freunden, zu euch. Was mir bei diesen Kurzausflügen auffiel, war das Teemu Ding. Teemu hier, Teemu dort und ich nur so „hä?“ was ist ein Teemu?

 

Dann passierte einige Zeit nichts mehr und ich dachte mir schon, ha, Glück gehabt, jetzt hab ich wieder meine Ruhe. Ok, manchmal sind mir die Menschen mit so einem Ding vor dem Gesicht nachgelaufen und egal was ich versucht habe um zu entkommen, die verfolgten mich weiterhin. Komisch, aber auch das legte sich wieder.

 

Am 17.Januar 2020 wurde die Lage ernst. Das große Auto und zwei fremde Menschen kamen zu uns. Einige meiner Freunde, ich und das Teemu Ding wurden ohne uns zu fragen, ins Auto gepackt und los ging die Fahrt. Was soll das jetzt schon wieder? Wo geht die Reise hin, was ist mit meinen Freunden? Ich vergrub mich in mir selber und versuchte zu schlafen.

Es dauerte fürchterlich lange. Zwischendurch stoppte das Auto, die Menschen kamen rein und gingen wieder raus, weiter passierte nichts. Muss ich jetzt mein Leben in diesem Auto fristen? Na gute Nacht dann.

 

Doch plötzlich war beim Stopp etwas anders. Hinter dem Auto warteten viele Menschen. Erst wurden einige Katzen ausgeladen, dann mein Freund Yale und auch meine Tür wurde aufgemacht. Oh nein, lasst mich hier drin, bloß nicht raus da. Ängstlich stand ich hinter dem Transporter auf dem Boden, machte mich klein und schob vorsichtig eine Pfote aufs Trittbrett, um wieder in den Transporter klettern zu können. Leider wurde mein Plan durchschaut, der Mensch der mich eingeladen hatte, hielt mich fest.

 

Eine Menschfrau stand neben mir, die roch ganz anders. Sie legte mir ein Geschirr um, drückte mich sachte an sich und ich spürte diese Verbindung nun ganz stark. Mein Fell fing eine Träne auf und ich hörte sie sagen, dass ich für immer bei ihr bleiben darf und sie bis ans Ende meiner Tage gut für mich sorgen würde. Alles was ich wollte, war ab ins Gebüsch und verschwinden.

 

Nein, ich wurde einfach in ein anderes Auto geladen und weiter ging's. Es gab einen kurzen Stopp und die Menschenfrau verschwand, als sie wieder kam, sagte sie zu ihrer Schwester, die im Auto gewartet hatte: Teemu ist jetzt Schweizer!

 

Gut zu wissen, das Teemu Ding ist also immer noch hier, nur, was ist das, ich konnte beim besten Willen nichts sehen, hören oder riechen.

Endlich durfte ich raus aus dem Auto und ab ins nächst Gebüsch. Dort duckte ich mich rein, in der Hoffnung, dass sie mich nicht mehr sehen würden. Aber nein, die Leine verhinderte, dass ich mich aus dem Staub machen konnte. Die hatten doch dieses Teemu Ding, wofür brauchten die mich?

 

Die ersten Tage liefen dann mehr oder weniger so ab, ich ins Gebüsch, das Teemu Ding hinter mir her – Martina, so der Name meiner Menschenfrau, kam immer zu mir ins Gebüsch und sagte komm, Teemu, wir gehen noch ein Stück spazieren. Dann endlich fiel der Groschen: Teemu, das bin ich!

Also, liebe Freunde, wenn ihr bis hierhin gelesen habt: Es passieren wunderbare Sachen, wenn das große Auto kommt, habt keine Angst. Ihr dürft euch auf vieles freuen!

 

 

und hier geht es gleich weiter...