Téa - früher Tea - alias „Die kleinkriminelle Spanierin“ oder „die vom Himmel gesandte“

Als der Plan aufkeimte einem Tierheimhund ein Zuhause zu ermöglichen, war die Welt noch in Ordnung.

 

Unsere Anna (Französische Bulldogge, täglich im Zuge, die Weltherrschaft an sich zu reißen) wurde älter, sah schlechter, hörte schlechter (obwohl das nicht 100% organischer Ursache zu sein schien..) und schien mir mehr und mehr kuschelbedürftiger. In meiner nicht mehr ganz so jugendlichen Naivität stellte ich mir meine kleine Knutschkugel kuschelnd und in Eintracht mit einem Fellkumpanen vor und war selig mit der Idee.. Nicht zu erwähnen, dass Madame natürlich der Boss war und bleiben musste.

Also wurde erstmal im Netz gestöbert, Auslandshunde, Konditionen, Typen von Hunden, die passen könnten.. Eine langjährig im Tierschutz organisierte Dame, mit der ich immer wieder beruflich zu tun hatte, hatte mir schon jahrelang prophezeit, mir irgendwann meinen Traum-Tierschutzhund zu verpassen. Meine 2 Hunde, die ich angeschafft hatte, waren private Second-Hand-Hunde, wie ich sie liebevoll nenne, aber ein Tierschutzhund war nie dabei.

 

Das war freitags, morgens.. Auf das folgende Unheil war ich nicht vorbereitet: Anna hatte einen rasant wachsenden, nicht mehr operablen Tumor entwickelt, der schon auf die Lunge übergegriffen hatte.. Mein armes tapferes Mädchen.. Nicht einmal hatte sie irgendwie Schmerzen gezeigt. Wer Bulldoggen kennt, weiß, dass sie niemals Schwäche zeigen. Anna war das Paradebeispiel.. Selbst jetzt, während ich das hier schreibe, fließen die Tränen, da ich sie immer noch sehr liebe und vermisse. Sie war meine kleine tierische Seelenverwandte.

Kurzum, die Entscheidung hatte ich längst getroffen.. meine Anna würde nicht leiden. Punkt. Nach einem Verwöhnprogramm mit allem Erdenklichen, das sie immer geliebt hatte, habe ich sie über die Regenbogenbrücke gehen lassen..

 

Wie kam ich nun zu Téa?

 

Ein weiterer Versuch brachte mich zur lieben Christine von Tierliebe Grenzenlos e.V. : Ich hatte eine kleine hübsche rotblonde Hündin und deren ebenso in nichts nachstehende schwarze Schwester entdeckt und zum Hörer gegriffen, um mich über die beiden zu erkundigen. Die kleine schwarze Schönheit hatte keine Interessenten, leider ein relativ häufig auftretendes Problem aufgrund der Fellfarbe. (kurioserweise werde ich nun ständig auf meinen wunderschönen Hund angesprochen, und wo ich den denn her habe, welche Rasse, und dass man so einen ja auch nehmen würde, blah blah…).

Sie war, was ich brauchte. Klein genug, um überall dabei sein zu können, groß genug, um als Hund durchzugehen (sorry!), nicht zu jung, totales optisches Gegenteil von Anna. Und der Name schien in Anbetracht des Verlustes von Anna auch irgendwie ein gutes Zeichen zu sein. Kitschig, ich weiß.. aber irgendwie ist man recht emotional in einer solchen Situation..

Gut.. wir gaben ihr ein „é“  statt des ordinären „e“ , schon allein weil mein Partner als waschechter Brite, seinen schwarzen „tea“ lieber flüssig genießt und nicht irrtümlich haarig und vierbeinig....

Ich schilderte ihr meine Situation und meine Konditionen und Bedenken und fand in ihr die Vorzeige-Tierschützerin, wie ich sie mir im Buche vorstellte. Sie arbeitete effizient, aber dennoch mitfühlend und stets im Hinblick auf das Wohlergehen ihrer Schützlinge.

So organisierte sie in kürzester Zeit eine Vorkontrolle durch die liebe Denise und alle nötigen Tests und Untersuchungen, ließ mir die Ergebnisse zukommen und managte uns durch die gesamte umfangreiche aber notwendige Tierschutzbürokratie. Sie half mit guten Tipps und auch wenn ich in der Sicht als langjähriger Hundehalter ja nicht unbedarft war, freute mich der Gedanke, dass ein Hunde-„Frischling“ in jeder Hinsicht zu 100% gut beraten gewesen worden wäre.

 

Nachdem alle Formalitäten erledigt worden waren hieß es nun warten.. Warten.. WARTEN…   In 8 Wochen sollte nun Madame bei uns einziehen.. 

... und hier geht's weiter....