Django - ehemals Stephan - das Universum hat uns zusammengeführt!

Seit eh und je begleitete mich der Wunsch nach einem Hund. Damit aufgewachsen, weiß ich, wie toll so ein 4-beiniger Freund ist. Vor allem auch für Kinder… Aber wie das halt so ist, es gibt immer einen Grund zu warten. Alleinerziehend und berufstätig, man hat sonst schon zu wenig Zeit für alles… zur Arbeit darf er zwar mit, aber wer weiss ob ich in 4 Jahren immer noch dort arbeite… und ein Hund, der den ganzen Tag zuhause warten muss, widerspricht meiner Philosophie… all diese Gedanken haben mich bisher gehindert. Schliesslich muss man „JA“ sagen können, mit allen Konsequenzen.

 

Doch irgendwann habe ich mich „bereit“ gefühlt. Ich habe den richtigen Zeitpunkt gefühlt und begonnen, in Schweizer Tierheimen nach einem Wesen zu suchen, welches ein zuhause braucht. Viel habe ich nicht gefunden, und keiner hat mich richtig angesprochen. Ein klares Bild

wie er sein sollte hatte ich nicht, einfach nicht zu klein sollte er sein und

jung, dass er uns möglichst lange begleiten darf, und es muss einer aus einem Tierheim sein. Irgendwann bin ich auf Anibis (ein Einstellportal in der Schweiz, bei dem man auch Hunde einstellen kann, Anm. der Red.) für Hunde in der Schweiz gelandet und habe mich durch die Inserate geklickt, habe süße Hunde, große, wunderschöne gesehen… solche mit

traurigen Augen, oder fröhlich verspielten… aber als ein Bild von Stephan

(Django) auftauchte war ich gefesselt von seinem Blick… er ist wunderschön, gross, hat kurzes braunes Fell, seine Stirnrunzeln und seine Kopf-Schräglage und dann diese schüchternen, traurigen Augen! Ich konnte nicht mehr weg sehen, es hat sich angefühlt, als würde ich seine Seele, sein Wesen sehen / fühlen.

 

Ich fühlte sein total liebes, ruhiges Wesen, das sich noch nicht entfalten

durfte. Wie ein grosser Fels, der auf einem Diamant liegt und ihn nicht

scheinen lässt….

 

Doch die Vorfreude währte nicht lange. Babs gab mir geduldig Antwort auf meine Fragen, ob er Erfahrung mit Kindern hat, Autofahren kein Problem sei (langer Arbeitsweg) etc… als ich dann das Formular ausgefüllt und abgeschickt habe, war tatsächlich jemand anderes schneller…

 

Enttäuscht habe ich meine Tochter darauf vorbereitet, dass Stephan nun wohl doch nicht zu uns kommen darf, doch wusste ich insgeheim, „er oder keiner“. Ich würde nie wieder so etwas fühlen für ein Wesen, das ich nicht einmal kannte. Und so etwas musste doch klappen, er muss einfach zu uns kommen, er gehört zu uns. Nächtelang habe ich mir vorgestellt, wie es ihm wohl in Spanien geht, und gehofft, dass es klappt mit uns.

 

Ich weiß noch genau, wie ich damals nach einem Termin in Zürich umher irrte auf dem Weg zum Auto, als ich die erfreuliche Sprachnachricht von Babs abhörte, dass es mit der anderen Familie nicht geklappt hat, und wir somit wieder an erster Stelle waren! Ich war der glücklichste Mensch, den man sich vorstellen kann!

 

Bis zum 28. April 2017 ging es einfach noch eeeewig! Als besagter Morgen endlich kam, und meine Tochter und ich nachts losfuhren, um unser neues Familienmitglied am vereinbarten Treffpunkt abzuholen, waren wir so aufgeregt, und überaus glücklich. Als wir ihn endlich in Echt gesehen haben und streicheln durften, hatten wir beide Tränen in den Augen vor Freude. Die Welt schien einen Moment lang still zu stehen. Wie selbstverständlich hüpfte er in unser Auto, und er war dabei so ruhig und selbstsicher, als wisse er genau, wo er jetzt hingehört.

 

Zuhause angekommen galt es tausenden Gerüchen nachzugehen und in allen Räumen alles genau zu inspizieren. Wir haben uns auf dem Sofa still gehalten, so konnte er schließlich zur Ruhe kommen und hat sich zögerlich in sein Bett gelegt. Bald darauf ist er eingeschlafen, wir haben ihn gekrault, er hat gelächelt und lustige Geräusche gemacht. Es klang wie eine Mischung aus Grunzen und Schnurren, und war zuckersüss.

 

Nun - fast ein Jahr später - ist Django immer noch unser absoluter Traumhund! Er macht alles mit, ist dabei beim Wandern, einem

gemütlichen Tag am See, kommt mit zur Arbeit, man kann ins Restaurant mit ihm, Zugfahren, sogar auf einem Sessellift waren wir schon mit ihm… schlitteln, Langlaufski fahren, er kann alleine bleiben, benimmt sich im Hotel, er mag alle Menschen, Hunde und andere Tiere. Besonders Kühe und Ziegen findet er spannend.

 

Er ist so toll mit meiner Tochter, die beiden kuscheln abends auf dem Sofa wie Geschwister. Und er hat sooo ein tolles Wesen! Er ist so ruhig und todlieb, er strahlt von innen heraus, und ist genau so, wie ich ihn damals wahrgenommen habe, als ich das erste Foto von ihm gesehen habe. Nur, dass dieser Diamant jetzt strahlen darf, mehr und mehr.

 

Jeder Tag mit ihm ist eine Bereicherung, und ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen! Er ist ein absoluter Traumhund, es könnte keinen Besseren für uns geben!

 

Die Tatsache dass er nichts hört, was ich erst im Nachhinein festgestellt habe, sehe ich nicht als Nachteil… im Gegenteil, er ist ein toller Lehrer. Für die einfachen Kommandos und Vorführtricks haben wir eine Zeichensprache entwickelt. Und der Rest der Kommunikation, geschieht weder über Worte, noch Zeichen… danke Django, dass wir an deiner Seite sein dürfen! 

 

Und danke Babs für deine tolle Unterstützung, die reibungslose Organisation, die super Beratung, und das Mitfreuen! Du bist super! :-*

 

Mina, Shayenne und Django

Und hier noch zwei Videos von Django im Hundeglück