Theo (ehemals Sharp) - Herzbube mit ohne Handicap - wer braucht schon Ohren um Everbody’s Darling zu sein?

Ich weiß gar nicht richtig, wo ich anfangen soll, ich bin einfach nur so unendlich glücklich mit Theo (damals noch Sharp). Er ist nicht nur zu meinem Seelenhund geworden, er ist hier im Dorf und auch überall sonst everbody’s Darling.

 

Also gut, fangen wir mal ganz am Anfang an, also kurz nach Neujahr.

Nachdem wir vor ca. 1 Jahr unseren 14jährigen Labrador Balou über die Regenbrücke gehen lassen mussten und auch für mich gesundheitlich das Jahr 2017 sehr durchwachsen war, kam zum Jahreswechsel immer mehr der Wunsch wieder nach einem zweiten Hund auf. Und ich bzw. wir wollten keinen normalen Hund! Wir haben schon eine 13jährige taube Dalmatiner-Mix Hündin namens Lina. Eine Seele von Hund. Und wir als Familie sind ja auch nicht gewöhnlich. Handicap ist für uns überhaupt kein Thema und jeder ist für sich total normal.

 

Also sollte unser neues Familienmitglied auch besonders sein.

 

Und genau so bin ich auf die Suche gegangen. Ich habe in Facebook Gruppen für Hunde mit Handicap gesucht und auf anderen Plattformen. Bei Tasso Shelter habe ich mir viele Hunde angeschaut und immer wieder bin ich an Sharp hängen geblieben und doch war er mir nicht besonders genug, denn taub ist doch für uns keine Besonderheit -  also weitergesucht - und da war schon wieder Sharp – OK, dachte ich mir, dann schau ihn dir doch mal an – Bähm! ES WAR UM MICH GESCHEHEN! Zwar hatte ich noch 2 weitere Hunde im Blick, aber irgendwie war die Entscheidung für mich schon gefallen. Also gleich Birgit angerufen und mit ihr lange telefoniert. Nach kurzer Besprechung mit meinem Mann, dass Sharp mein Favorit ist, habe ich Birgit am gleichen Abend für Sharp zugesagt. Natürlich gab es auch Zweifel, ob es mit unserer Hündin alles so klappen wird, da Theo noch in Spanien war und wir uns auf ein Blind Date einlassen mussten und wollten. Mein Bauchgefühl und die Beschreibung von Sharp sagten mir: das klappt!

 

Die Vorfreude war sehr lange, denn wir konnten ihn erst zu den Osterferien holen, also Ende März 2018, denn wir wollten Sharp die bestmögliche Eingewöhnungszeit geben und langsam an das alleine bleiben (mit Lina) während dieser Zeit gewöhnen.

 

Aber es war doch noch soooooo lange hin. In dieser Zeit hatte ich viel Kontakt zu Babs, die wirklich für Tierliebe Grenzenlos lebt. Liebe Babs, danke für deine Zeit und Geduld, aber irgendwie musste ich doch 2,5 Monate überbrücken ;).

 

Dann endlich kam der März. Am 24. März 2018 wollten wir Sharp endlich abholen. Alles war durchgeplant: Die Kinder am Vorabend zu den Großeltern, wir machen es uns nochmal gemütlich und fahren am nächsten Tag zeitig los. Doch dann geschah am Abend des 23. März, als Sharp bereits seit ca. 2 Stunden im Transporter nach Deutschland saß, ein großes Unglück mit unserem Sohn und wir waren die Nacht im Krankenhaus. An diesem Abend sagte man uns, dass unser Kind mindestens 2-3 Wochen im KH bleiben muss.

Wir wussten in diesem Moment nicht was wir tun sollen. Es war wie verhext. Alles war geplant und organisiert und dann ist das Schicksal so ein Arschloch!

 

Ok, was und wie machen wir es jetzt? Sharp ist unterwegs, wie sollen die nächsten Wochen und Monate nun werden, wo ist oben, wo ist unten? Zum Glück haben uns Oma und Tante unterstützt und waren am Samstag, den Abholtag von Sharp, bei unserem Sohn, so dass wir planmäßig nach Holzgerlingen zum Abholen fahren konnten. Auch mit Babs standen wir im engen Kontakt und sie hat uns zu jeder Zeit unterstützt und war für uns da. Auch dafür ein dickes DANKE.

 

Als wir wieder daheim waren, bin ich gleich in die Kinderklinik gefahren und habe die nächsten Nachtschichten übernommen. Tagsüber haben sich mein Mann und ich abgewechselt. Sharp, der nun bei uns den Namen Theo bekommen hat (diesen Namen haben sich die Kinder nach dem Kinderlied: „Theo mach mir ein Bananenbrot“ ausgesucht) hat diese turbulente Zeit mit nicht immer so viel Zeit für die Hunde toll mitgemacht.

 

Der Plan mit der Eingewöhnung war also so schon mal dahin. Es war eine absolute Ausnahmesituation für uns alle. Bereits am 2. Tag blieb uns nichts anderes übrig, als ihn für ca. 1h mit Lina allein zu lassen, damit mein Mann und ich uns im Krankenhaus abwechseln konnten.

 

Es war eine sehr harte Zeit für uns und in der gesamten Zeit hat Theo uns unheimlich gut getan. Sein tolles Wesen und seine ganze positive Art haben uns viel Kraft und Zuversicht gegeben.

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