Lia - ehemals Pelusa - ein Traumhund in jeder Beziehung!

Lia ehemals Pelusa angekommen am 20. Januar 2018

 

Pelusa heißt auf deutsch Staubfussel, so wollte ich den Hund nicht nennen,

denn wie ein Fussel sieht sie nun gar nicht aus.

 

Vor Lia hatten wir mehrere Pflegehunde, auch alles Straßenhunde, mit denen haben wir nicht nur gute Erfahrungen gemacht, drum wollte ich eigentlich keinen festen Hund haben.

 

Wenn die Hunde dann vermittelt werden, schaut man gleich ab und zu mal ins Netz. Ich schaute, was es sonst noch für Hunde gibt, zwischen tausenden von Bildern war SIE und ich brachte meinen Blick von IHR nicht mehr weg. Immer wieder schaute ich weiter und dann doch wieder die Bilder von ihr, da war mir klar, das ist MEIN Hund.

 

Also fragte ich am Abend meinen Mann und meine Kinder. Alle sagten ja und das obwohl einer meiner Söhne Angst vor grossen Hunden hat. Beide Kinder wollten einen kleinen Hund haben und doch sahen sie die Bilder und

waren begeistert.

 

Ich füllte am Abend das Formular aus und bekam kurze Zeit später schon eine Antwort. Der Kontakt war immer sehr freundlich und kompetent.

 

Dann kam die Zeit des Wartens. Ganz früh am Morgen sind wir los, um sie in unserer Familie zu begrüßen. Da war sie nun endlich, die Ruhe selbst, total entspannt, als wenn sie das schon hundertmal gemacht hätte.

Nach der Übergabe brachten wir sie ins Auto fast ohne Schwierigkeiten, trotz dass sie schon so lange gefahren ist.

 

Zu Hause angekommen, lief sie ins Haus, als wenn sie schon ewig da wäre,

begrüsste die Kids, in dem sie ihnen das Gesicht abschleckte. Sie fraß und trank sofort, doch verweigerte die Toilette. Wir gingen regelmäßig mit Ihr raus, doch sie machte nix. Erst am Nachmittag machte sie Pippi ins Haus.

 

Dann machte ich mir schon Sorgen, also gingen wir jede halbe Stunde mit ihr raus, doch sie machte nix. Ganz spät am Abend, als ich per Zufall mit ihr auf einen Kiesplatz ging, hockte sie sich sofort hin und machte 😳.

 

Es dauerte ein paar Tage, bis auch die Wiese o. k. für sie war.

 

Am Anfang hat sie sehr viel geschlafen, hatte eine Ohrenentzündung und

Verdauungsprobleme, war unsicher an der Leine, lernte jedoch sehr schnell.

 

Am neunten Tag ließen wir sie das erste Mal alleine im Haus. Ich gab ihr einen großen Kauknochen zur Beschäftigung. Nach 1,5 Stunden waren wir zurück, sie hatte nichts kaputtgemacht, lag nicht auf dem Sofa und war anscheinend total anständig. Den Knochen jedoch hatte sie auf das Sofa gelegt und bis heute noch nicht gefressen, nur ab und an mal drauf rumgekaut.

 

Nach nicht mal 14 Tagen, durfte Sie ihren ersten Freilauf genießen und das war herrlich mit anzusehen, wie gut ihr das tat.

 

Sechs Tage später begannen wir einen Grundkurs mit ihr in der Hundeschule, weil sie Probleme mit anderen Hunden an der Leine hat. Die Grundkommandos hatte sie bis dahin jedoch schon alle gelernt, auch das Leinen laufen. Sie versteht sehr schnell, was man von ihr will, arbeitet gerne und hat Freude.

 

Sie ist extrem sozial, weiß sehr gut, wie man sich anderen Hunden gegenüber verhält. Ab und dann laufen wir in einer Gruppe mit vier Männchen und sie macht das toll.

 

Das einzige Problem, was sie hat, ist: sie sieht aus wie ein Schäferhund, viele Leute haben Angst vor ihr. Wenn sie spielen will, knurrt und bellt sie. Am Anfang dachte ich, sie sei aggressiv an der Leine, das jedoch stimmt gar nicht. Selbst wenn ich sie kurz an der Leine habe, gehen viele Menschen in einem großen Bogen um uns herum.

 

Alle, die sie kennen lernen, schwärmen von ihr. Sie ist ein absoluter Hund mit Jööööö Effekt.

 

Mein Fazit:

Ich verstehe nicht, warum sie so lange im Tierheim war. Sie ist ein Traumhund in jeder Beziehung. Meine Kinder lieben sie und keiner von uns würde sie je wieder hergeben wollen.

Und hier noch einige Videos von Lia