Spike - früher Newman - öffnet verbohrte Herzen!

Das Einzige, worauf ich jetzt acht geben muss, ist, dass ich mich nicht überschlage vor Lobhudelei auf diesen wundervollen Hund und diesen tollen Verein.

 

Barbara hat mich, sobald sie sich sicher war, dass wir eine gute Hundefamilie sein werden, in allem unterstützt. Bei jeder Frage war und ist uns das Team „Tierliebe Grenzenlos e.V.“ umgehend zur Seite gesprungen und hat unterstützt, wo es nur ging. Die Vorbereitung, der Transport, die Eingewöhnung, der mögliche Durchfall und das„Nicht-Fressen-Wollen“ zu Beginn, das richtige Geschirr, Kontakt zu anderen Hunden, usw. Es gibt Vieles, womit man sich auseinandersetzen muss, wenn man einen Hund „von der Straße“ adoptiert.

 

Obwohl wir eine hundeerfahrene Familie sind, waren auch wir unsicher, ob dies der richtige Schritt war. Wir wurden mehr als belohnt. Die Beschreibung passte total.

 

Der erste Blick reichte aus: Da bist du ja endlich! Spike (ehem. Newman) war von Beginn an stubenrein. Sozialverhalten top, trotz neuer Umgebung „ansprechbar“, wahnsinnig gelassen und absolut ok mit den Kindern. Stück für Stück tatsteten wir uns heran, seine Leidenschaften (und Macken) herauszufinden.

 

Inzwischen wissen wir, dass erlange Galoppstrecken mit dem Pferd liebt (nachdem er herausgefunden hat, dass er diese Riesenviecher nicht in die Nase beißen muss, damit sie ihm wohlgesonnen sind), wobei Fußballplätze an Wochenenden (am besten immer) zu meiden sind.

 

Whippets findet er toll. Je langbeiniger, desto besser, die Schnelligkeit spornt ihn zu Höchstleistungen an. „Bei Fuß“ klappt auch immer

besser, naja, wenn wir etwas konsequenter Leine laufen würden… wir sind halt „Landeier“… Am liebsten genießen wir gemeinsam die Natur und unsere Freiheit.

 

Abrufbar war Spike sehr schnell. Erstes Training und Füttern nur in

Verbindung mit seinem neuen Namen haben ihn sofort konditioniert. Für ein Stück Würstchen macht er inzwischen auch bereitwillig „Platz“. Autofahrten, alleine bleiben, sogar den Schuldienst mit erziehungsschwierigen Kindern macht er selbstverständlich mit und öffnet so, ohne es zu merken, jedes noch so verbohrte Herz. Er zaubert.

 

Das Einzige, woran man merkt, dass er vor uns nicht nur Gutes erlebt hat, ist sein „Versteinern“. Liegt etwas um seinen Bauch und Rücken (wie ein Geschirr), versteinert er. Die Augen folgen dem Geschehen, aber der

Körper bleibt still und starr. Da hilft nur von Kopf bis Fuß durchschmusen. Der „erlösende“ Liebesschub löst die Verspannung und er ist wieder ganz bei uns.

 

Es gab und gibt nicht einen Moment, in dem ich die Entscheidung für diesen Hund bereue. Vielen Dank für Eure Arbeit „Tierliebe Grenzenlos e.V.“.

 

Kurzer Nachtrag: zu Neujahr (zwei Wochen nach seiner Ankunft) überraschte uns Spike mit einer erbrochenen Ladung Spulwürmer, die aber nichts mit nachlässiger Entwurmung zu tun haben müssen. Offenbar haben sich einige Larven standhaft gehalten. Die richtige Behandlung eliminiert umgehend alles „Gewürm“, da Spike ständig die Nase in Pferdemist steckt und engen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen hat (die sich gerne durchs Gesicht schlecken lassen), entwurmen wir regelmäßig jedes Vierteljahr.