Emmi - früher Mixta - Leishmaniose-Titer erhöht, was nun?

Für uns stand schon die ganze Zeit fest, dass es einen zweiten Hund für unseren Rüden geben sollte.

 

Nach langer Suche haben wir die Emmi (früher Mixta ) entdeckt und uns sofort verliebt. Gleich nachdem wir sie gefunden hatten, setzten wir uns mit Diane in Verbindung. Dort erfuhren wir, dass Emmi in Spanien im Tierheim sitzt, was für uns kein Problem darstellte, da mein vorheriger Hund auch aus Spanien aus einer Tötungsstation kam.

 

Nun begann das Warten. Nach einigen sehr netten und aufschlussreichen Telefonaten war es endlich soweit, dass es zur Vorkontrolle kam. Nach einer knappen Stunde war dann auch schon alles vorbei und wir hatten ein gutes Gefühl. Und dann kam der sehnsüchtig erwartete Anruf: „Die Vorkontrolle war positiv, ihr könnt Emmi zu euch holen.“ Wir haben uns riesig gefreut.

 

Ein paar Tage später war dann auch schon der Schutzvertrag da. Nachdem der Schutzvertrag ausgefüllt und zurückgeschickt war, begann die Zeit des Wartens.

 

Wir wussten, am 18.10.2015 ist der Tag, an dem wir unsere Emmi abholen konnten. Sie sollte vorher nochmal durchgecheckt und kastriert werden. Als mein Telefon klingelt und Diane dran war, hörte ich schon, dass sie keine guten Nachrichten hat. Sie erzählte mir, dass bei Emmi ein erhöhter Leishmaniose-Titer festgestellt wurde und Emmi sofort behandelt wird. Allerdings wurde dadurch erstmal die Kastration verschoben.

 

Nach einem langen Telefonat haben wir uns dazu entschieden, Emmi erst hier in Deutschland zu kastrieren, wenn sie sich eingelebt hat und ihr Titer runter gegangen ist. Ich wurde super unterstützt und aufgeklärt, was es bei Leishmaniose Hunden zu beachten gibt und wie man mit dieser Krankheit umzugehen hat.

 

Nach diesem Telefonat recherchierte ich trotzdem nochmal und stand im Telefonkontakt mit meiner Tierärztin, da ich die Befunde über den erhöhten Leishmaniose-Titer per Email bekam und schon mal mit ihr eine Behandlungsmethode besprechen wollte.

 

Immer wieder bekamen wir neue Bilder und Videos von unserer Emmi. Voller Vorfreude warteten wir auf den 18.10.2015. Als der Tag dann endlich da war, konnten wir es kaum noch erwarten. Als erstes bekamen wir ihren Impfausweis und die Tabletten und dann war der Moment, wo wir unsere Emmi mit nach Hause nehmen konnten. Auf neutralem Boden traf unser Rüde auf Emmi und es verlief alles bestens.

 

Nach ein paar Tagen gab es Zickereien, doch mit Durchhaltevermögen und starken Nerven hat sich dies mittlerweile gelegt und nun können sie nicht mehr ohne einander.

 

Nach ca. 3 Wochen ging ich dann zu meiner Tierärztin und die schlug vor nochmal einen Leishmaniosetest zu machen. Ich hatte gehört, dass es immer eine ganze Weile dauert, bis sich der Titer reduziert, aber ihr war es wichtig nochmal einen Test zu machen, damit sie sehen kann, ob der Titer durch den ganzen Stress und die neue Umgebung nicht noch weiter gestiegen ist. Nach ein paar Tagen bekam ich einen Anruf und mir wurde freudig mitgeteilt, dass der Titer wieder im normalen Bereich liegt. Wir waren so erleichtert, das zu hören.

 

Wir entschieden uns dazu, die Tabletten dauerhaft zu geben, um damit die Möglichkeit eines Rückschlages so weit wie möglich einzugrenzen. Seitdem geht es ihr wunderbar. Nun ist sie fast fünf Monate hier und sie hat sich super eingelebt.

 

Die Kastration erfolgte auch – auf Kosten des Vereins - und in ca. einem Monat kommt es erneut zum Leishmaniosetest, der hoffentlich wieder so positiv verläuft.

 

Ich möchte nochmal sagen, dass die Nachricht, der Titer sei erhöht, im ersten Moment ein Schock ist, aber man sollte sich davon nicht beirren lassen und auf keinen Fall den Gedanken haben, einen Hund mit Leishmaniose überhaupt nicht zu nehmen. Diese Krankheit ist gut händelbar und diese Tablette, die Emmi einmal am Tag bekommt, nimmt sie wunderbar mit dem Futter zu sich und alles ist gut.

 

Auch diese 6-12-monatigen Leishmaniosetests kosten nicht die Welt und die Hunde sind sooo dankbar, hier zu sein und ein richtiges Zuhause haben zu dürfen. Dank dem Verein Tierliebe Grenzenlos habe ich unheimlich viel über die Krankheit Leishmaniose erfahren und bis heute kann ich jederzeit mit Fragen zu ihnen kommen.

 

Nochmals vielen vielen Dank dafür & auch für den reibungslosen Transport her nach Deutschland.

 

Celina, Emmi & Spanky