Toffee - ehemals Humphry - blüht immer mehr auf!

Liebe Hundefreunde,

 

gerne möchten wir Euch an unserem Leben mit Toffee (Humphry) teilnehmen lassen...

 

Im Frühsommer 2017 beschlossen wir, zu unserer damals 10 Monate jungen Australien Shephard Hündin einen zweiten Hund aufzunehmen. Es sollte ein kastrierter Rüde sein. Somit musste er auf jeden Fall älter sein als unsere Yuma. Dann sollte er vom Temperament her ruhiger sein als sie. Kurzes Fell, kein Jagdtrieb, katzenverträglich und gut sozialisiert sein. Ganz viele Ansprüche an einen Hund.

 

Mit diesen Punkten im Kopf durchstöberte ich tagelang die Seiten diverser Tierheime und auch die Kleinanzeigenportale im Netz.

 

Dann schaute ER mich an. Ein Hängeohr und ein Stehohr. Kurzes gestromtes Fell, und als hätte er es geahnt wurde er als ruhiger Hund

beschrieben, der im Auslauf nicht so rennt wie die anderen. Auch die weitere Beschreibung seines Charakters gefiel mir sehr.

 

Also sofort mal Kontakt aufgenommen. An dieser Stelle muss ich ein

riesiges Lob an Babs aussprechen! Sofort wurde mir ein Fragebogen zugeschickt, und nach dem ich diesen ausgefüllt hatte wurde auch gleich telefoniert. Mein Fragen wurden alle sehr ausführlich beantwortet. Es war schließlich unsere erste Auslandsadoption.

 

Idealerweise wohnt Diane, die die Vorkontrolle machte, nur fünf Minuten von uns entfernt. Also auch das lief zeitnah und unkompliziert.

 

In Spanien wurde zeitgleich die Katzenverträglichkeit getestet und sogar für mich gefilmt. So viel Service hätte ich bei all der Arbeit, die dort anfällt, gar nicht erwartet. Auch hier nochmals vielen lieben Dank!

 

Katzentest bestanden! Nun hieß es warten.... Nicht meine Stärke ;) Die Kinder konnten es auch kaum erwarten.

 

Tag X im Juli war auch bestens organisiert und vorbereitet. Sogar der Transporter aus Spanien war pünktlich. Mit meinem Mann und unserer Tochter Paula haben wir ihn in Empfang genommen. Einen total ängstlichen Hund mit der Rute fest unter den Bauch geklemmt. Es war so ergreifend, dass ich mir die Tränen verkneifen musste. Wir sind dann mit ihm (mit Sicherheitsgeschirr und doppelter Leine) etwas gegangen. Er traute sich

aber nicht einmal Pipi zu machen. Die Fahrt haben Paula, Humphry und ich auf der Rückbank verbracht. So konnten wir "Pfötchen halten".

 

Zu Hause angekommen, hat er erst einmal vorsichtig den Garten beschnuppert. Von uns wollte er noch nicht so viel wissen. Mit einen Mal

schaute er mich an und sprang schwanzwedelnd an mir hoch, als ob er sagen wollte: "Ach du bist es, toll dich wiederzusehen". Da ging mein Herz

auf! Als dann unsere Yuma dazu kam, gab ihm das Sicherheit und er konnte trinken und Pipi machen.

 

Ins Haus wollte er zunächst gar nicht. Ein Stück rein und beim allerkleinsten Geräusch panisch wieder raus. Ging natürlich nicht anders

und so hat er seine erste Nacht unter einem kleinen Tischchen in der Ecke verbracht.

 

Er war die ersten Tage oft starr vor Angst. Fernseher, Kaffemaschine,

Wasserkran, Sprudelflasche öffnen, alles eine riesige Katastrophe für ihn.

 

Spazieren gehen hingegen fand er vom ersten Tag an toll. Da hatte er auch viel weniger Angst. Es sei denn, jemand hatte einen Stock in der Hand.

 

Sonntags treffen wir uns immer mit Freunden und deren Hunden. Sind

dann so zehn Hunde. Auch hier war Humphry, der mittlerweile Toffee heißt,

sofort dabei und er kam bestens mit allen klar. Er versteht die Hundesprache perfekt.

 

Mittlerweile läuft er ohne Leine. Ob zu Fuß, am Fahrrad oder mit dem Pferd. Er hat das alles super schnell gelernt. Einmal rufen und er ist da! Sogar als ein Reh direkt vor seiner Nase auftauchte :)

 

Verblüffend fanden wir auch, dass er höchstens zweimal ins Haus "gemacht" hat. Auch das hat er super schnell verstanden.

 

Mittlerweile schlingt er auch das Futter nicht mehr hinunter, sondern beide

Hunde fressen schön langsam. Unsere Katzen sind irgendwie Luft für ihn. Sehr gut!

 

Autofahren findet er toll. Er bleibt auch stundenweise alleine. Wenn ich

das hier so schreibe, wird mir nochmal mehr deutlich, was wir für einen

traumhaften Hund wir bekommen haben!

 

Unsere Yuma liebt er sehr. Sie hat bei ihm Narrenfreiheit und er eilt ihr sofort zur Hilfe, wenn sie mal mit einem Hund Stress hat. Sie liebt ihn auch sehr und die beiden spielen und raufen sehr schön miteinander.

 

Wie schön war es, als Toffee nach Monaten zum ersten Mal ein Spielzeug genommen hat, um sie damit zu animieren. Und mittlerweile tobt er auch voller Lebensfreude mit ihr über die Wiesen. Die Geräusche im Haus machen ihm natürlich gar nichts mehr aus. Kann um ihn herum sogar staubsaugen!

 

Männern gegenüber ist er nach wie vor sehr skeptisch. Aber auch das wird immer ein kleines Stückchen besser.

 

Da fällt mir noch ein, dass er die ersten Monate oft nachts im Traum geschrien hat. Die Tage danach war seine Angst besonders groß. Ist das nicht furchtbar was so eine liebe Seele vermutlich erleben musste? Umso

schöner ist es, jetzt zu sehen, wie er aufblüht und alles vergisst. Er hat auch lange nicht mehr schlecht geträumt. Vielleicht liegt es auch daran, dass er jede Nacht bei Paula im Bett schlafen darf. Die zwei haben eine ganz besonders innige Beziehung.

 

Abschließend möchte ich nochmal Danke sagen für Eure tolle Arbeit! Und ich kann nur jeden ermutigen, der mit dem Gedanken spielt, einen Hund zu adoptieren, es auch zu tun. Die tolle Beurteilung der Mitarbeiter in Spanien hilft jedem, den passenden Hund zu finden. Die Hunde geben so viel zurück....

Hier auch "bewegte" Bilder von Toffee im Spiel...