Cooper - unser verrückt fröhliches Überraschungsei!

Jetzt leben wir schon ein Dreiviertel Jahr mit diesem spanischen Samtpfötchen, der einfach ein lieber Charmeur ist, zusammen und es ist endlich an der Zeit, Coopers Happyend Geschichte zu schreiben.

 

Wie bei so vielen der Adoptanten beginnt unsere Geschichte eher traurig:

Im Oktober 2017 mussten wir nach 13 1/2 Jahren unsere geliebte Labradorhündin Wallis über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Ich hätte nie gedacht, dass mich dieser Verlust so sehr aus der Bahn werfen könnte...

 

Schnell war mir klar, ein Leben auf Dauer ohne Hund ist undenkbar, nur wollten wir uns genügend Zeit lassen, die Trauer um die verlorene Fellnase zu verarbeiten und außerdem waren wir mitten in der Bauphase unseres neuen Hauses. So nahm ich mir vor, frühestens nach Einzug ins neue Heim, nach einem neuen Hundeglück Ausschau zu halten. So jedenfalls sagte es die Vernunft :-)

 

Ende November 2017 begann ich mit meinem Mann immer öfter über einen neuen Hund zu sprechen, Grundsätzliches natürlich: Ob es wieder ein Hund vom Züchter sein sollte, aus dem Tierheim, oder eine Fellnase aus dem Tierschutz?

 

Nachdem ich mit mehreren Züchtern Kontakt aufgenommen hatte, ging mir das zum Teil übertriebene Prozedere bzgl. des Auswahlverfahrens schlichtweg auf die Nerven. Es fehlte nur noch, dass ich ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen muss, um evtl. in 2 Jahren den gewünschten Welpen vielleicht in Empfang nehmen zu können!

 

Dafür war ich dann doch zu ungeduldig und so begann ich im Internet Ausschau zu halten und das erst auf den Seiten der benachbarten Tierheime. 

 

Mit Interesse stieß ich dann ziemlich schnell auf die Seite von Tierliebe Grenzenlos. Diese beobachtete ich dann über Wochen, bis ich das Gefühl hatte, hier werden seriös die passenden Hund-Mensch Traumteams zusammengebracht.

 

Anfang Januar sah ich eine wunderschöne Hündin, Alfa, die aber glücklicherweise schnell ihr Zuhause in der Schweiz fand.

 

Anfang April müsste es gewesen sein, sah ich zum ersten Mal Cooper und ich war Feuer und Flamme. Er war erst ein Jahr alt und seine Beschreibung entsprach genau meinen Vorstellungen.

 

Als ich ihn meinem Mann zeigte, fand dieser Cooper auch interessant, mahnte mich aber wegen des Zeitpunkts. Und so sah ich mir in den nächsten Tagen sehr oft und sehnsüchtig seine Fotos an. Bis er mit einem Mal ziemlich schnell vermittelt war. Mit einer Mischung aus Wehmut und Erleichterung, dass dieser Kerle wohl ein gutes Zuhause gefunden hatte, versuchte ich Cooper zu vergessen, behielt aber gleichzeitig die Webseite im Auge.

 

Dann nach etwa zwei Wochen, oh Wunder, war Cooper doch wieder zu vermitteln und ich nicht mehr zu halten und das trotz aller zeitlichen Bedenken. Ich rief direkt bei Babs an. So erfuhr ich, dass Cooper tatsächlich in Spanien für zwei Wochen bei einer Familie war, scheinbar um als Wachhund eingesetzt zu werden. Zum Glück für uns, bellte er dort nicht, so dass man ihn ins Tierheim zurückbrachte.

 

Zufälligerweise konnte mit Babs von Michelle aus der Schweiz Original- Sprachnachrichten schicken. Diese hielt sich Ostern mit ihrer Familie im Tierheim in Lleida auf und konnte nur Gutes über Cooper berichten. Ich war überzeugt, meine Jungs weihte ich auch ein und diese halfen mir innerhalb von 24 Stunden auch meinen Mann zu überzeugen: Cooper sollte bei uns sein neues Zuhause finden!

 

Doch zunächst fand noch eine nette Vorkontrolle durch Elli und Klaus B. statt, die positiv verlief.

 

Vorfreude ist die schönste Freude. Das Besorgen von Bettchen, Spielzeugen, Geschirr und die Auswahl des Futters für das neue Familienmitglied machten die Wartezeit etwas erträglicher. Auch Babs, die immer ein offenes Ohr für meine Fragen hatte, hielt mich in den folgenden Tagen auf dem Laufenden, was Organisation des Transportes, die nötigen Formalien in Spanien usw. anging, Dankeschön dafür!

 

Als endlich der Tag der Abreise in Lleida gekommen war, dann doch noch ein großer Schreck: Cooper war gebissen worden, musste im Gesicht getackert werden und das Okay für die Ausreise ließ kurz auf sich warten. Dann doch zum Glück grünes Licht, hurra.

 

Am nächsten Morgen machten wir uns, mein Mann und ich ganz früh auf den Weg nach Sandhausen. Fast pünktlich bis auf die Minute kam der Transporter von „Dogs on Road“ um die Ecke. Die Aufregung stieg. Mit einer wahren Gelassenheit und Routine wurde Hund für Hund ausgeladen und den neuen Herrchen und Frauchen gezeigt, wie das Sicherheitsgeschirr korrekt anzulegen ist. Ein großes Kompliment an Michael Lauber und seine Gattin Edina!

 

Dann endlich kam Cooper an die Reihe! Er war kein bisschen aufgeregt oder wie ich dachte, geschafft von der langen Fahrt, sondern sehr cool und geduldig. Eben so, als wollte er sagen, ist doch das Normalste von der Welt, eben mal 16 Stunden aus Spanien anzufahren, um hier sein Traumzuhause zu finden.

 

Etwas größer hatte ich mir den Kerl schon vorgestellt, doch war er auch in Natura noch viel schöner als auf den Fotos! Und er wirkte sehr gepflegt, gar nicht wie ein Hund von 120 aus dem Tierheim. Da sieht man, was das Team in Lleida für eine tolle Arbeit leistet, vielen Dank dafür! Seine Verletzung war gut versorgt und sollte in den kommenden Wochen gut ausheilen.

 

Mich hatte Cooper vom ersten Augenblick überzeugt und dem Rest der Familie ging es auch so.

 

In den folgenden Monaten hat Cooper viel Aufregendes erlebt, den großen Umzug ins neue Zuhause, zwei Urlaube mit dem Wohnmobil und momentan den ersten Winterurlaub. Er konnte sich auf Veränderungen stets einstellen und ist schnell angepasst, besonders, wenn Frauchen in der Nähe bleibt. :-)

 

Zu Hause verhält sich Cooper altersgemäß, hat oft Flausen im Kopf und so mancher Schuh muss herhalten. Bemerkenswert ist, wie verschmust und anhänglich er sich im Alltag gibt. Das ist so schön. Draußen hat er immer noch einiges zu lernen, und ich freue mich schon auf die Zeit, wenn wir hoffentlich öfter ohne Leine unterwegs sein können.

 

Manchmal sind wir uns nicht so ganz sicher, ob wir ein Känguru, eine Katze oder einen Hund adoptiert haben, auf jeden Fall steckt von allem ein bisschen in Cooper.

 

Unser Resümee: Es war die richtige und beste Entscheidung Cooper zu adoptieren!

 

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an das Team von Tierliebe Grenzenlos, besonders Babs, sowie an die tollen Leute um Olga im Tierheim in Lleida, die die Hunde so liebevoll betreuen und vorbereiten.