Mowgli - ehemals Connor - das absolute Gute-Laune-Paket!

Ich glaube fast jeder steht, kurz bevor er sich für einen Hund entscheidet, vor der Entscheidung, ob man dieser Verantwortung gewachsen ist. So war das natürlich auch bei mir - zumindest so lange, bis ich Mowgli, damals noch ‚Connor‘, online entdeckte.

 

Wie ein Hai umkreiste ich damals die Anzeige, nur um sie dann wieder wegzudrücken und zu sagen: Sara, das ist Wahnsinn! Du bist 23, noch

mitten im Studium und weißt später nicht mal, womit du deine Brötchen verdienen wirst. Wie soll da auch noch ein Hund reinpassen?

 

Eines Nachts keimte eine tollkühne Idee in mir auf: Was, wenn die lieben Leute beim Tierschutz den auserkorenen Hund mit den zuckersüßen

Stirnrunzeln ein halbes Jahr ‚reservieren‘ würden? Zumindest so lange, bis ich meine Bachelor-Arbeit rum hatte…

 

Das war die Nacht, in dem ich die Mail mit eben jener Frage an Tierliebe-Grenzenlos schrieb und zu meiner größten Überraschung nicht direkt

den Vogel gezeigt bekam. Nach positiver Vorkontrolle und unzähligen WhatsApp-Sprachnachrichten war es endlich so weit: Im August 2017 würde ein Hund einziehen.

 

Mit meinem besten Kumpel im Gepäck machten wir uns also mit dem Studenten-Peugeot auf, den noch namenlosen Hund zu holen. Ich wollte mit der Namensvergabe noch warten, damit er auch zum Charakter des Hundes passte.

 

Das Abholen verlief ziemlich reibungslos ab und man drückte mir sofort die Leine in die Hand. Wie als wäre es das Selbstverständlichste der Welt folgte mir Mowgli sofort, fuhr bei mir auf der Rückbank mit und schlief mit dem Kopf in meinem Schoß ein. Da war mir klar, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte.

 

Mowgli ist ein absoluter Traumhund! Er hörte bereits vom ersten Tag an nahezu perfekt, lief bei Fuß, zog nicht an der Leine und war verträglich mit Allem und Jedem. Er ist ein absolutes Gute-Laune-Paket, das mich jeden Tag zum Lachen bringt. Nach nur 2 Wochen konnte ich ihn ohne Leine

laufen lassen. Stadt, Auto, andere Wohnungen, Büros und sogar Feuerwerk sind für ihn Firlefanz. Das Größte ist es für ihn, einfach dabei zu sein. Er ist absolut selbstsicher, ohne dabei dominant zu sein.

 

Als er bei mir ankam, hatte er süße 25 Kilo – mittlerweile sind es eher 35 und Kniehöhe war auch mal… das gute Futter tat bei ihm sein Übriges. Mit seiner dezenten Rottweilerzeichnung und dem Riesenschädel macht er

mittlerweile einen imposanten Eindruck. Für mich ist er der hübscheste, tollste und beste Hund der Welt :D

 

Das richtige Futter zu finden, war allerdings eine kleine Odyssee. Bei den meisten bekam er ziemlichen Durchfall oder hatte so üble Blähungen, dass man damit problemlos eine ganze Biogasanlage hätte betreiben können. Das ging so lange, bis mir eine Verkäuferin beim Fressnapf erzählte, dass ihr Hund das Problem auch hatte. Das Problem war der hohe Eiweißgehalt! Mittlerweile bekommt er Josera oder Bosch Sensitiv und damit haben

wir das Problem in den Griff bekommen.

 

Zusammenfassend würde ich meinen kleinen Stinkebär für nichts in der Welt mehr hergeben. Er ist überall dabei und wir beide sind mittlerweile

ein eingespieltes Team. Ich stehe oft extra eine halbe Stunde früher auf, damit wir noch ein paar Minuten zusammen auf dem Sofa kuscheln können.

 

Jedem der zweifelt, kann ich nur raten – macht es! Wenn man sich für einen Hund entscheidet, bekommt man einen Seelentröster, ein kleines Kind, einen Clown und einen Bodyguard zugleich und auch wenn man sich einschränken muss, ist es das sowas von wert.

 

Ein besonderer Dank geht an das Tierretter-Team: Danke, dass Ihr nahezu grenzenloses Vertrauen hattet. Ihr macht einen hammermäßigen Job und

könnt mit Recht behaupten, dass euer Leben einen Sinn hat und Ihr einen

Fußabdruck auf dieser Welt hinterlassen werdet.