Amado - früher Bender - eine tolle Entwicklung!

Unsere Geschichte vom Kettenhund zum besten Familienhund soll Mut machen, einen Tierschutzhund bei sich aufzunehmen.

 

Ich heiße Nadine, meine Familie und ich hatten immer nur Rassehunde, Hunde aus dem Ausland waren uns nicht geheuer, denn wer weiß, was

man sich da ins Haus holt. Der persönliche Kontakt im Vorfeld zu den Hunden hat mir irgendwie gefehlt.

 

Doch im Januar 2017 sollte sich mein Denken ändern. Ich wollte „nur mal gucken“, was sich hinter Tierliebe Grenzenlos verbirgt. Ich klickte mich durch die zahlreichen Hundefotos, bis ich auf einmal von einem kleinen Kerl nicht mehr die Augen lassen konnte. Da lag ER, der Bender, auf einem Betonboden an einer Kette angebunden. Er sah ziemlich struppelig aus und

verdammt traurig und Angst schien er auch zu haben. Er ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf.

 

Ich schrieb meiner Bekannten Anke. Anke ist im Team von Tierliebe Grenzenlos und stellte den Kontakt zu Babs her, die mich auch prompt angerufen hat. Das Gespräch war so toll, meine anfängliche Angst vor

Auslandshunden war auf einmal wie weggeblasen. Ich wurde über

Mittelmeerkrankheiten aufgeklärt und wie die Hunde in Spanien leben und

überhaupt habe ich Babs mit Fragen gelöchert und sie war ganz geduldig und hatmich auch über nicht so schöne Sachen aufgeklärt, wie z.B. die meist nicht vorhandene Stubenreinheit. Meine größte Angst war allerdings, wie dieser kleine Strubbel sich mit unseren Kindern versteht, schließlich haben wir 4 davon, im Alter von 1, 7, 9 und 14 Jahren. Da hat das Team in Lleida hervorragende Arbeit geleistet, denn der Sohn von Olga war das Versuchskaninchen und es wurde geschaut, wie Bender auf Kinder reagiert.

 

Bender schien also ein ganz lieber, extrem ängstlicher Hund zu sein.

 

Soweit so gut, aber wie erkläre ich es meinem Mann, dass bald ein Spanier bei uns einziehen wird? Ich machte mittags!!! eine Flasche Sekt auf und bin zu meinem Mann, um ihm die frohe Botschaft zu übermitteln. Denn er wusste nur, dass ich da so einen Hund im Internet gesehen hatte. Die Kinder freuten sich tierisch, mein Mann war, naja, wie soll ich es sagen... Es war ok für ihn.

 

Da wir aus Pinneberg bei Hamburg kommen, buchte ich meinem Mann und mir ein schönes Hotel in Köln, von da aus war es nur eine Autostunde bis nach Niederzier, wo die Hunde übergeben werden.

 

Aber es waren noch 4 lange Wochen, bis wir unseren Kleinenabholen konnten, bis dahin wurde Bender in Spanien auf Mittelmeerkrankheiten

getestet, er wurde geimpft und alles für die Ausreise wurde vorbereitet.

Mir kam es vor, als wenn die Zeit, bis wir ihn abholen konnten, gar nicht rumgehen will. Also machten wir uns auf die Suche nach einem passenden Namen und entschieden uns für Amado (span. Geliebter). Wir bereiteten

alles für ihn vor, kauften Körbchen und alles, was man so braucht, auch haben wir ihn schon einmal bei der Hundeschule unseres Vertrauens angekündigt.

 

AUF EINMAL KAMEN ZWEIFEL....

 

Was ist, wenn er uns nicht mag?

Was ist, wenn er unsere Sprache nicht versteht?

Was ist, wenn man sein Trauma nicht in den Griffbekommt?

Was ist, wenn er sich mit unserer Französischen Bulldogge nicht versteht?

Mag er auch kleine Kinder?

 

In dieser Zeit haben Babs und Anke versucht, mir die Ängste zu nehmen und mir wurden zahlreiche Videos und Fotos geschickt, auf denen man sehen konnte, dass meine Zweifel unbegründet waren. Jede kleinste

Frage, die ich hatte, wurde prompt beantwortet.

 

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