Bence - stets nett und freundlich zu Tier und Mensch!

Als Bence am 16. Juli 2017 zu uns kam, waren wir sehr gespannt, wie er war. Auf Fotos und in Telefonaten kann man ja nur begrenzt Informationen über das Wesen eines Tieres erfahren.

 

Bernd und seine Mutter holten ihn letzten Sommer in Niederzier ab. Nachdem er bei uns zuhause ankam, waren wir sehr gespannt, was er wohl zu unseren blinden Katzen „sagen“ würde und natürlich zu Lola, unserem

anderen Hund – ein Zwerg im Gegensatz zu Bence. Die Tür ging auf – und Mimi, die eine unserer Blindis, die auch immer das Begrüßungskomitee macht, stolperte dem verdutzten Bence sofort um die Beine. Bence störte sich überhaupt nicht daran- Gott sei Dank – während uns Menschen „das Herz stehen geblieben ist“. Denn so eine plötzliche Konfrontation hatten wir dann doch nicht geplant!

 

Mabel, unsere andere blinde Katze, verhielt sich reservierter und Bence hat bis heute auch etwas distanzierteres Verhalten ihr gegenüber, aber ist immer freundlich und lässt beiden Katzen den Vortritt, wenn sie sich im Flur oder in einem Zimmer begegnen.

 

Den ängstlichen Menschen sei gesagt, dass diese Hunde top sozialisiert sind und ein gesundes Wesen haben. Selbst beim Fressen benimmt er sich einwandfrei und stellt sich hinten an. Manchmal schiebt er die anderen

auch beiseite, wenn es etwas besonders Leckeres gibt – aber er ist immer freundlich und nett dabei.

 

Vor großen Tieren hatte Bence viel Angst und er hat lange gebraucht, um diese Angst auf ein erträgliches Maß für ihn und uns abzubauen. Wir haben etwas Landwirtschaft (Kühe, Pferde, Ponys) und auch Hühner (die ihm

aber nichts ausmachen) und anfangs ging es wirklich nur mit dem Sicherheitsgeschirr, ihn in ihrer Nähe zu halten.

 

Ansonsten, bei Spaziergängen fern der „großen Tiere“ konnten wir die Leine und das Geschirr bald weglassen. Einen Rückschlag gab es allerdings, als er an einem elektrischen Weidezaun eine „gewischt“ bekam. Von da an brauchte es mehrere Wochen, bis er sich von dem Schreck erholt hatte. Er wusste einfach nicht, wo „das“ herkam und war misstrauisch. Zu dieser Zeit mussten wir ihn mehrfach wieder einsammeln, wenn ihn der Mut verließ und er den „kürzeren“ Weg zurück nach Hause wählte.

 

Das hat sich aber mittlerweile gegeben und alles ist entspannt.

 

Wenn Bence abends auf seiner eigenen Couch liegt, sich das Kissen und sein Stofftier zurecht zupft, geht es ihm – so glauben wir jedenfalls – richtig gut.

 

Lola, unsere Hündin, ist prima für ihn gewesen, sie hat ihn fast sofort akzeptiert und die Führung übernommen, auch wenn sie nur ein Fünftel von ihm wiegt und wirklich klein ist – und er hat sich ihr bereitwillig ange-schlossen.

 

Schnee finden beide prima, aber wir freuen uns alle auf den nächsten Frühling, da können wir uns alle in der Sohne „aalen“ und wieder ins

Wasser gehen, denn das findet Bence besonders klasse und hat sogar auch schon Lola, die eher wasserscheu ist, dazu verleitet, ihm ins Wasser zu folgen.

 

Futtertechnisch frisst Bence alles, was wir ihm anbieten – er ist kein „Klauer“, der sich einfach was vom Tisch nimmt. Es ist anfangs zwar mal vorgekommen, aber jetzt schon lange nicht mehr.

 

Ein „paar“ Gramm hat er hier zugenommen, aber ganz ehrlich, so einen alten Hund dauerhaft auf Diät zu setzen (wir haben es erfolglos versucht), finden wir blöd. Er soll noch ein paar schöne Jahre haben und wir werden schon aufpassen, dass er nicht „vor sich hinkugelt“.

 

Von allen Menschen liebt Bence sein Herrchen Bernd am meisten - vom ersten Moment an Liebe auf den ersten Blick – aber auch ich oder meine Tochter werden von seiner übergroßen Zuneigung überschüttet, wenn er uns zum Beispiel seinen großen Kopf aufs Bein legt und uns mit großen Augen anschaut oder einfach nur beim Schulaufgaben machen die Nähe sucht und sich daneben legt.

 

Bence ist ein prima Hund und ein Gewinn für die ganze Familie (Schwiegereltern eingeschlossen, die er gerne täglich besucht). Er ist überall sehr beliebt und wir freuen uns, ihn bei uns zu haben!!!

 

Liebe Grüße von den Familien Wiesemann und Hessling