Pedro (Aspen) und Yoshi (Congo) - ein Spanier kommt selten allein.....

Nachdem im Sommer letzten Jahres unser heiß geliebter Rüde Neo überraschend gestorben ist, stieß ich im Internet auf der Suche nach einem

neuen Rudelmitglied, auf ein Foto von Pedro (vorher Aspen) und somit auf „Tierliebe Grenzenlos“.

Zum Glück hatte ich nicht verstanden, dass Pedro noch in Spanien ist, sonst hätte ich gar nicht angerufen. Aber so griff ich zum Telefon und hatte ein super nettes Gespräch mit der lieben Babs, welches mich total

überzeugte und schon am gleichen Abend war jemand organisiert, um die

Vorkontrolle zu machen.

 

Als alles in trockenen Tüchern war, begann das Warten, bis es

nach vier Wochen endlich so weit war und wir Pedro freudig, mit XXL-

Sicherheitsgeschirr im Gepäck, erwarteten. Natürlich waren wir viel zu früh

aber wir wurden herzlich von der lieben Diane empfangen, die uns die Wartezeit vertrieb.

 

Als der LKW kam, wurde uns schließlich ein völlig übergewichtiger,

verschüchterter aber zuckersüßer Pedro übergeben. Ich war natürlich sofort

total verliebt, auch wenn Pedro mit uns erstmal nichts zu tun haben wollte. Aber das war nicht schlimm, wir haben ja alle Zeit der Welt.

 

Zu Hause wurden erstmal unsere zwei anderen Hunde begrüßt und dann legte er sich hin und schlief den Schlaf der Gerechten. Die „ Willkommens- Feierlichkeiten“ verpasste Pedro leider.

 

Schon am nächsten Tag beschloss er, dass das neue Leben gar

nicht so übel werden könnte, ging auf Kuschelkurs und innerhalb von ein paar Tagen war es so, als wäre er schon immer da gewesen. Das einzig Blöde aus seiner Sicht war nur die Diät, da der Gute bei einer Größe von knapp 45cm knapp 27 Kg gewogen hat wurde augenblicklich ein Abspeckprogramm ins Leben gerufen.

 

Nun, gute 7 kg leichter ist er total vital und aktiv und man merkt ihm seine 7 Jahre überhaupt nicht an.

So lebten, spazierten und kuschelten wir ein paar Monate fröhlich vor uns hin, bis uns kurz vor Weihnachten die Nachricht erreichte, dass Yoshi ( vorher Congo), ein kleiner Mix-Welpe, der ein paar Tage zuvor aus

Spanien gekommen war, seine sehr nette Adoptanten-Familie wieder verlassen muss , da ein Familienmitglied hochgradig allergisch reagierte.

 

Ich bot uns also als Pflegestelle an, da alles sehr schnell gehen musste und wir nicht allzu weit weg wohnen. Mein Freund Sascha rollte bei dem Wort „ Pflegestelle“ nur mit den Augen, grinste und stellte sich mental schon auf

einen Dauergast ein. Ich allerdings war von der Sache mit der Pflegestelle

total überzeugt, da ich eigentlich eher ein Herz für die grauen Schnäuzchen

habe.

 

Naja Yoshi kam, sah und siegte! Zwei Wochen später haben wir uns als Pflegestellenversager geoutet und den Schutzvertrag unterschrieben.

 

Jetzt ist es recht turbulent bei uns zu Hause und die drei anderen Hunde spielen abwechselnd Babysitter. Unsere Sofakissen sind angekaut (wie das halt so ist mit Welpen), unser Haus sieht chaotisch aus, ist dafür aber voller Leben, Liebe und Spaß.

 

Wir sind sehr glücklich mit unserem tollen Rudel, auch wenn es auf der Couch langsam eng wird und danken „Tierliebe Grenzenlos“ für die tolle Arbeit, die sie leisten.

 

Zoe Braun und Sascha Leyendecker